Telagon Sichelputzer

Doping? Ja, Du bist Doper

Es macht die Runde. Es muss einfach raus. Ich habe gedopt. Das gebe ich öffentlich zu. Das von mir eingesetzte Mittel S.C.H.O.K.O.L.A.D.E. kann nicht mehr geheim gehalten werden. S.C.H.O.K.O.L.A.D.E. hat seine Vor- und Nachteile. Die Vorteile des nahrhaften Rauschzustandes müssen nicht erklärt werden, aber ich möchte vor den Nebenwirkungen warnen: Fettleibigkeit, Völlegefühl und ein Heißhunger auf dieses süchtigmachende Erzeugnis der südamerikanischen Drogenmafia führen in einen tiefen, bodenlosen Sumpf der Sünde. Ja, ich habe mit S.C.H.O.K.O.L.A.D.E. gedopt. Ich gestehe es. Ich bin so schlimm wie die Radsportler und die anderen Blogger Flash, Hans, Medienjunkie, Prinzzess, Julia, Caesar, Jojodat!, Panschi und Matthias… wer wird sich als nächstes outen?

Kategorien: Blogkultur
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How To: Tags, Taggen, Tagging

In der heutigen Zeit können jegliche digitale Medieninhalte, ob Texte, Podcasts, Bilder oder Videos, durch prägnante und aussagekräftige Stichwörter verknüpft werden. Dieses Prinzip, einen oder mehrere dieser Stichwörter zu dem eigentlichen Inhalt als eine Meta-Information hinzuzufügen, wird “gemeinschaftliches Indexieren” oder “collaborative tagging” genannt. In diesem Artikel werden in der Form eines How To’s die Vor- und Nachteile des Taggens dargestellt. Es soll dabei kein Schwerpunkt auf den wissenschaftlichen Ansatz gesetzt werden, sondern der klare praktische Nutzen für Blogs, Wikis oder ganze Communities herausgearbeitet werden.

1. Was ist ein Tag?
Suchwörter, Suchbegriffe, Stichwörter - das sind die deutschen Synonyme für “Tags”. Einzelne Wörter werden zur “Verschlagwortung” der eingangs benannten Medieninhalte genutzt, damit die Informationen über verschiedene Metaebenen miteinander verknüpft sind. Man kann einen Tag als eine Art “Kategorie” verstehen, jedoch sind Kategorien im Sinne des Taggings eher nebensächlich. Der Tag “Herz” kann beispielsweise für Bilder zu einem Bild eines gezeichneten Herzens, konkret zu einem Bild des Organs, aber auch in abstrakter Form zu einem herzförmigen Gebilde sowie als Kosename zu einer geliebten Freundin zugeordnet werden. Dabei entstehen untereinander relevante Verknüpfungen zwischen den verschiedenen hunderten Bildern von Herzen. Ordnet man noch einen weiteren Tag diesen Bildern hinzu, z.B. “rot”, wird die Bedeutung der Farbe mit der Form des Herzens logisch kombiniert. Für den Menschen, der diese Information als Suchergebnisse sieht, ist damit im Unterbewußtsein das bekannte Bild eines “roten Herzens” eindeutig. Die Technologie, welche als Suchmaschine einer Community oder Blogsoftware über diese Begriffe ein Ergebnis aus der Gesamtheit aller Bilder darstellt, kann sich nur auf die Logik und die Richtigkeit dieser Logik verlassen. Wichtig ist dabei, dass Tags nicht nur ein einzelnes Wort, sondern auch mehrere Wörter wie “Web 2.0″ (“Web” + “2.0″) sein können.

2. Was ist eine Tagwolke?
Top Themen, Top Trends, Top Tags, Tagcloud - eine Tagwolke stellt die am meisten verwendeten Tags einer Community oder eines Weblogs dar. Diese Ansammlung ist durch die Hervorhebung der einzelnen Tags ausgezeichnet. Je häufiger ein Tag verknüpft ist, desto größer ist in der Regel die Schriftgröße im Verhältnis zu weniger häufig genutzten Tags. Der grafischen Darstellungen sind dabei wenige Grenzen gesetzt.

3. Wozu das alles überhaupt?
Tags verknüpfen die Inhalte eines jeden von uns in den jeweiligen Social Communities oder in dem persönlichen Weblog miteinander. Für einen selbst können Tags das schnelle Wiederfinden von einzelnen Beiträgen, Bildern oder Videos erleichtern. Jedoch in den größeren Suchmaschinen herrscht redseelige Ratlosigkeit über die Informationsfülle. Es gilt also dem Informationsüberfluss vorzubeugen, den man durch zu viele Tags erzeugen kann. Selbiges gilt auch für den Informationsmangel, der durch zu wenige Tags als Referenz zu anderen Inhalten entsteht. Der meist unbeteiligten Leser oder Zuschauer als Konsumenten der Inhalte kann weitere verfügbare Informationen zu einem Themengebiet nur finden, wenn diese ihm zugänglich gemacht sind.

4. Wie setze ich Tags richtig ein?
Tags sollten den Inhalt beschreiben. Es sollten nur relevante Tags für die kurze, knappe und dabei äußerst präzise Wiedergabe des Inhalte in Stichwörtern genutzt werden. Das Zuweisen von unsachlichen oder irrelevanten Stichwörtern wie z.B. “sexy”, “frauen” oder “witzig” zu einem Foto eines weißen Sandstrandes mag den einzelnen vielleicht erfreuen, die Mehrheit der Nutzer einer Community werden jedoch kaum interesse an den Inhalten des jeweiligen Autors bzw. Nutzers bekunden und in den seltensten Fällen zur Erfoschung und Entdeckung von neuen Bildern wiederkehren.

5. Was ist Tagmissbrauch?
Wer Tags nicht richtig verwendet um Inhalte zu verknüpfen, gibt dem Leser oder Zuschauer selten die Möglichkeit, auf weitere Informationen zuzugreifen. Der Konsument verliert schnell das Interesse an den bereitgestellten Bildern eines Nutzers, wenn die Suche nach “Sonnenschein” im schlimmsten Fall eine leicht bekleidete Dame hervorbringt, nur weil der Nutzer daran interessiert ist an der ersten Position von Suchergebnissen gelistet zu sein. Innerhalb von größeren Communities wird der “Tagmissbrauch” auf verschiedenste Art und Weise geahndet: Die betroffenen Inhalte verstoßen gegen die allgemeinen Regeln der Community und werden desöfteren durch Supporter, Moderatoren oder Administratoren bereinigt, der jeweilige Nutzer kann bei kontinuierlichem Missbrauch mit Verwarnungen, Strafen oder sogar der Deaktivierung des Benutzerkontos rechnen. Für Blogger ist dabei die Relevanz der Inhalte gefährdet, wenn sinnlose Tags zur Beschreibung der Inhalte genutzt werden. Der Besucher über Google kann dabei ganz schnell über unschöne Suchbegriffe in ein Blog für Zahnheitspflege surfen, wenn man den Tag “sexy” zur Beschreibung des brillianten Lächelns von geweißten Zähnen nutzt.

Fazit
Ich hoffe, dass sich einige Leser und insbesondere auch einige Nicht-Leser dem Thema des richtigen Taggens annehmen werden. Wer weitere konstruktive Ideen oder Vorschläge hat, ist wie immer zu einer regen Diskussion in den Kommentaren eingeladen. Vielleicht fragt sich auch jemand wie ich auf das Thema gekommen bin - natürlich liegt die Antwort auf der Hand: Ich blogge nahezu täglich und auch aus der Arbeit bei sevenload hat man das eine oder andere zum Thema Tagging mitgenommen! ;)

Kategorien: Sammelsurium
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Feedburner auf das Abstellgleis?

Manche Menschen hegen sehr konkrete Bedenken gegen Feedburner, die in jüngster Zeit Google einverleibt wurden. [ironie]Ich persönlich bin auch nicht so froh darüber, dass Google mit einer Umstrukturierung von Feedburner in absehbarer Zeit für die dunkle Seite der Macht steht.[/ironie] Einige Blogger wie Gerrit van Aaken haben eine neue Feed Adresse angekündigt und Oliver Wagner fragt genau nach - wie kann man am besten die Feedburner Abonnenten auf das echte Blog zurück holen?

Mein Tipp: Den neuen Feed direkt im alten Feed bekannt machen. Dabei Feedburner auf einen alternativen Feed umleiten, der einen “zukünftigen” Eintrag immer als neu ausweist und gegenebenfalls jede Stunde eine Stunde extra in der Zeit addiert. Dieser zukünftige Blogeintrag weist dabei auf die neue Feed URL und den Ablauf des alten Feeds hin. Ferner wird in dem alternativen Feed, auf den ja der Feedburner mittlerweile zeigt, vor jedes Blogposting manuell eingebaut “NEUE FEED URL: …”, alle Beiträge werden auch gekürzt. So kann der Feed weiterleben und die Leute sind darauf eingestellt, dass eine neue URL das Hauptthema ist. Wer aktiv mitliest kapiert das schon…

Dieses Blog hat nur einen RSS Feed, der zwar derzeit noch auf Feedburner linkt, aber dennoch nur als Hauptabonnement für RSS mit ungekürzten Beiträgen genutzt werden sollte: http://www.sichelputzer.de/feed/ - nur das und nichts anderes. ;)

Nachtrag vom Morgen danach: Mal den Teil markiert, der ironisch gemeint war und damit das Gegenteil ausdrückt von dem, was ich denke…

Kategorien: Blogkultur
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Stress mit VOX?

Ich konnte die Sendung “Mitbewohner Gesucht” zwar gestern Abend auf VOX nicht verfolgen, jedoch liest sich bei der Freudenshow ganz genau, was zwar geplant, aber nicht verwirklicht wurde. Dass die relevanten Inhalte anscheinend eiskalt rausgeschnitten wurden, bleibt offen, bis man den Mitschnitt irgendwo im Netz sehen kann…

Es gibt gewisse Richtlinien, an die sich die Redakteure halten müssen. Aber eine Absprache nichtig machen ist mal wieder typisch für die wirtschaftlich geprägten Medienunternehmen… naja, dafür halten Freundschaftsbande viel besser als eine einzige Sendung im TV, wenn man regelmäßig die Freudenshow im Netz unterstützt.

Kategorien: Medien
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Auf Wiedersehen, Call-in-TV

Laut Meldung der W&V könnte man sich von Call-in-TV bald verabschieden. Wenn die EU nicht mitspielt bleibt alles beim Alten. Wird jedoch die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes so ausgelegt, dass kostenpflichtige Telefon-Gewinnspiele als Teleshopping einstuft werden, sind die Konsequenzen für die Anbieter von Call-in-TV Sendungen und die angeschlossenen Funkhäuser gravierend.

Teleshopping wird mit der neuen Fernsehrichtlinie als Werbung definiert, so dass eine zeitliche und inhaltliche Regelung als absolut verbindlich für alle Beteiligten ist. Kritik zu Call-in-TV gibt es schon länger, und bei der aktuellen Nachrichtenlage zu Hauf.

Kategorien: Marketing, Medien, Recht
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$100 Millionen zahlt Google für Feedburner

Es ist noch nicht einmal Ende des Monats, und schon heißt es “Zahltag“. Google schluckt Feedburner laut der Gerüchteküche mit $100 Millionen. Damit ist der Verwaltungsdienst für RSS Feeds wie viele andere Unternehmen und Dienstleister rund um das Thema Web 2.0 vom größten Datensammler der Neuzeit einverleibt worden.

Natürlich freue ich mich für die Menschen hinter Feedburner, dass aus dem Unternehmen ein großer Profit geschlagen wurde. Jedoch habe ich meine Bedenken hinsichtlich dessen, was auf alle zukommt, die Feedburner in ihren Blogs zum Branding der Feeds und zur Steigerung der allgemeinen Kompatibilität der Feeds nutzen. Im offiziellen Blog liest man jedoch noch nichts zu dem Thema…

Kategorien: Blogkultur
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Technorati ohne Authority

Kaum ist der Relaunch überstanden kommt eine Schreckensmeldung: Die Rankings und die Authority wird über das schnelle, helle, grelle System von Technorati unterbunden… denn was hier noch im alten Stil zu sehen ist, kann dort im neuen Look&Feel ganz böse ausschauen. Nämlich nach nichts.

Kategorien: Blogkultur
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Qype mit Redesign

Heute Abend soll es online gehen - das neue Redesign von Qype. Schon seit mehreren Tagen durften die Qype Insider auf einer Testplattform ein wenig ausprobieren und rumsurfen, seit heute Vormittag gab es das offizielle GO! Damit ist es blogbar und für alle wissbegierigen Leser habe ich hier mal einen Screenshot nach dem Login gemacht. Einige Änderungen werden noch integriert und ein paar farbliche Korrekturen folgen, aber heute Abend soll alles live gehen.

Nachtrag: Ebenfalls habe ich Screenshots zu den jeweiligen Übersichtsseiten von Locations, User, Beitrag und Listen. hochgeladen.

Kategorien: Social Media
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Technorati Relaunch

Nach den kürzlichen Veränderungen über das Ranking hin zu einer Authority hat sich etwas neues bei Technorati getan.

Es wurde bereits in der Gerüchtekücher via Twitter angekündigt: Technorati als urtümlicher Web 2.0 Dienstleister vollzieht einen Relaunch. Sowohl das Design als auch die Geschwindigkeit der größten Blogsuchmaschine hat sich verbessert. Nun werden andere sicherlich nachziehen müssen, aber vielleicht wird Technorati auch einige interne Verbesserungen durchführen, damit einige Links zu der Authority eines Blogs noch besser erfasst werden.

Kategorien: Social Media
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Beckmann mit kleinem Skandal auf Sendung

Am Montag wurde bei Reinhold Beckmann der Auftritt des ehemaligen Profiradsportlers Bert Dietz zelebriert. Im Prinzip nichts besonderes, aber es gibt mysteriöse Vorfälle, die die Sendung begleiteten. Dietz sprach über seine Zeit bei Team Telekom, während der Sendung wurde sogar eine Tonstörung festgestellt. Darüber hinaus ist die Sendung nicht wie üblich als Video on Demand im Netz zu finden:

Für die Beckmann-Sendung vom 21. Mai 2007 besitzt der produzierende Sender keine Online-Rechte. Daher gibt es zu dieser Sendung leider kein Video.

Die Absage der üblichen Wiederholung und die Tonstörung sind zusammen mit der Tonstörung so irritierend, dass die Blogosphäre aufhorcht, einen eigenen Mitschnitt der Sendung per Equalizer analysiert und den überspielten Dialog ins Netz stellt:

Mir liegt inzwischen ein unbearbeiteter Mitschnitt der Passage vor und ich kann bestätigen, dass nach Einsatz eines Equalizers zum Rausfiltern des Pfeiftons, diese Textstellen zu hören sind.

Ich selbst möchte ungerne die Passagen zitieren, verweise aber entsprechend auf AllesAußerSport.de für die weiteren Details dieses kleinen Skandals, dass ein brisanter Dialog zu brisant für die ARD ist.

Kategorien: Blogkultur, Medien
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