Blogkultur:

Verzieht euch, ihr kleinen SEO-Blogspammer!

Mittlerweile erreicht man den Punkt, an dem man des Bloggens wirklich überdrüssig wird. Es treiben sich Gestalten im Netz herum, denen man niemals die Tür öffnen würde. Genauso ist es beim Bloggen. Hier ist mein Haus und mein Heim. Niemand darf ungefragt rein. Außer über Kommentare. Und die müssen authentisch sein. Daher mein Aufruf an die dunklen Gestalten des Web: Verzieht euch, ihr kleinen SEO-Blogspammer! Denn nach mehreren Jahren habt ihr jungfräulichen Mini-Agenturen und Einzelunternehmer es immer noch nicht verstanden, dass Blogger keine Linkschleudern für euren SEO-Müll sind. Blogger schreiben worüber sie gerne schreiben wollen, und wenn sie einen Dienst in einer Liste nicht aufnehmen wollen, bleibt es ihnen überlassen. Freundlich darauf hinweisen ist eine Sache, das legitimiert auch den einzelnen Kommentar. Aber über Tage und Wochen lang mittels erneuten Kommentaren es trotzdem zu versuchen, irgendwie den ollen Link in meinem Blog zu publizieren, ist einfach ein “Pfuibah”.

wir machen Promotion für die Seo**** GmbH und da wir festgestellt haben, dass Sie sich an der aktuellen (und völlig unwahren) Diskussion über das Unternehmen nicht beteiligt haben, erlauben wir uns Sie zu fragen, ob Sie auf Ihrem Blog eventuell den folgenden Text (ungekürzt oder gekürzt, wie Sie wollen) abbilden könnten. Wir wären Ihnen hierfür sehr dankbar. Wenn Sie auf Seo**** linken wollen, bitte www.seo***.de

Wunderbar ist das Satzkonstrukt “da wir festgestellt haben, dass Sie sich an der [...] Diskussion nicht beteiligt haben”. Nun frage ich mich ernsthaft, ob man von mir erwartet, dass ich zu jedem Mist, der im Internet diskutiert wird, meinen eigenen Senf ablasse? Guten Morgen! Schon einmal nachgedacht?

Erstens entscheide ich selbst, welche Inhalte ich in meinem Blog publiziere. Da hilft es auch nicht, dass ihr mit eurer bemittleidenswerten Blogspammerei über die Kommentare als Spam erkannt werdet. Es wird euch auch nicht weiterbringen, mir solche werblichen Mails zu schicken. Zweitens ist und bleibt das Blog keine Werbeschleuder im Content-Bereich. Da ihr das Blog wohl per RSS abonniert habt, wisst ihr genau, dass es sich hier um euch handelt, ohne dass ich euren ganzen Firmennamen nennen muss. Den letzten Respekt habt ihr noch. Drittens möchte ich mich bei euch bedanken. Ja, vielen Dank für diese Anregung zu einem Blogeintrag. Hat mich sehr gefreut - und jetzt bitte - verzieht euch. SEO-Spam tut hier nicht Not. Eure Domains sind jetzt wirklich bei mir im Geist geblacklistet. :)

7 Kommentare

  1. Ich hatte auch schon mit solchen Seo’s zu tun, allerdings als Auftraggeber. Das riesen Problem ist, dass es um Verlinkung geht. Das macht aber nur im inhaltlichen Zusammenhang Sinn. Entsprechende redaktionelle Schulungen beziehen sich deshalb nur auf Linkdichte und Gebrauch der eigenen Tags. Inhaltlich ist das aber meistens sehr dürftig. Grundsätzlich haben Verweise im internet aber die Funktion, einen Inhalt aufzuwerten, wirklich qualitativ hochwertige Beiträge kann man aber nicht durch die Kumulation von Tags und Links schaffen. Da stößt die SEO an ihre Grenzen, will sich das aber selbst und gegenüber den gut zahlenden Kunden nicht eingestehen.

  2. Ich verstehe deinen “Hass” nur zu gut. Guidos Kommentar hingegen verstehe ich gar nicht (also ernsthaft -> keine Wort)…

    Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich der Meinung bin, dass dieses SEO-Ding nur was für Leute ist, die nichts richtiges im Leben gelernt haben. Früher hatten solche Leute noch Anstand und haben Schneeballsysteme o.ä. verkauft…

    René / http://twitter.com/rrrene

  3. Gut, dass mein Blog auch nach Jahren noch übersichtlich klein ist. SEO-Spammer sind wohl das Opfer der Bekanntheit. Wär dein Blog ein Gesicht hättest du Paparazzis am Allerwertesten kleben.

    Alle wollen vom Erfolg anderer profitieren. That’s Life! Und das suckt bekanntermaßen.

  4. na da putzt (oder eher wetzt) aber jemand seine Sichel :) Ich finds okay das du es mal direkt aussprichst (besser schreibst) was viele andere schon länger denken. Es gibt da wirklich so einige Gestalten die Blogs nur als “Link-Selbstbedienungsladen” ansehen und dabei anscheinend nicht mal merken das “Blogspam” sowas von out ist und auch nicht besonders effektiv ist… Arme Irre :)

  5. Ich gehöre zu beiden Spezien an wenn ich das mal so sagen darf. Ich habe ein Blog in dem hin und wieder ein Seo vorbeikommt und einen (Spam) Kommentar verfasst und seinen Link einbringen möchte. Aber ich selbst promote auf diese Art natürlich auch meine eigenen Seiten. Aktuell setze ich alleridngs immer einen Link zu twitter *werbungmach*

    Aber naja generell finde ich diese Art des Linkeintreibens nicht schlimm, solange - und das ist wichtig - auch ein sinnvoller Kommentar zustande kommt. Dann schalte ich sowas auch frei. Und selbst versuche ich halt auch usefull-content zu schaffen um den Blogger damit zu “überreden” meinen Link doch freizuschalten.

  6. Ich verstehe beide Seiten. Doch die wirklich wichtige Frage ist: Wer zumindest von euch (hier in den Kommentaren) versucht es mit mehrfacher Nachfrage, ob der letzte Kommentar freigeschaltet wurde - im gleichen Artikel, mit dem ich bei bestimmten Suchbegriffen in Google auf Position 3 der Ergebnisse lande…? :)

  7. Kann die Reaktion völlig nachvollziehen - es auch noch gleich ein paar mal zu versuchen und das “Nein” bzw. die klare Ablehnung nicht zu akzeptieren ist schon ein Unding. In der SEO Szene bewegt sich nun aber was und Qualität bzw. Seriosität wird sich durchsetzen. Nachhaltigkeit und der Blick über den “Tellerrand” (On-Page / Off-Page Optimierung) wird “schlauen” Köpfen gelingen. Bin gespannt was da noch kommt… Mein Postfach erhält bislang nur den üblichen engl. Spam, aber der steigert sich auch ordentlichst. Grüße

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